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Gemeinde Rastorf/Schleswig-Holstein

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Chronik der FFW Rosenfeld

 

Einige Jahre sind vergangen und die Feuerwehr Rosenfeld feierte im Jahr 2004 ihr 70 jähriges Bestehen. Angefangen hat es 1934 mit einer Handdruckspritze auf dem Gut Rastorf. Um die nötige Wasserförderung zu ermöglichen, waren 8 kräftige Männer  für die Bedienung erforderlich. Ab dem Jahr 1943 wurde die erste Motorspritze (TS)  auf einem Geräteanhänger betrieben, der mit Rädern aus Holz versehen war. Als Zugfahrzeug diente ein Trecker. Es wird erzählt, dass bei weiter entfernten Brandorten ein Einsatz nicht mehr erforderlich wurde, da die Gebäude dann schon häufig bis auf die Grundmauern zusammen gefallen waren.
 

1956 war der Standort der Wehr in Rastorf nicht mehr zweckmäßig, der Standortwechsel nach Rosenfeld wurde vorgenommen. Das Gerätehaus entstand und so konnte die Wehr mit dem Geräteanhänger, „dann gummibereift“, den heutigen Standort beziehen. Im Laufe der Jahre wurde aus dem „Nur“-Gerätehaus in mehreren Baustufen, auch ein Dorfgemeinschaftshaus.

 

Es waren nicht nur die Feuerwehrleute, sondern auch die damalige Dorfgemeinschaft, die ein kleines, aber für die Verhältnisse feines Dorfgemeinschaftshaus an das Gerätehaus bauten. Es folgte eine ständige Weiterentwicklung und immer ständige Modernisierung. Fließend Wasser und elektrische Energie kamen hinzu, genauso wie ein Gesellschaftsbereich in dem die Feuerwehrangehörigen mit allen Dorfbewohnern lange und ausgiebig feiern konnten und es bei fast jeder Gelegenheit taten. Vom Feuerwehranhänger, über den Opel Blitz bis hin zum zwischenzeitlich über dreißigjährigen Löschgruppenfahrzeug war die Gemeinde Rastorf stets bestrebt die Feuerwehren angemessen auszustatten.
 

Nicht nur wegen der Brandlast, sondern auch wegen der damals noch häufigen offenen Feuerstellen, war es angebracht die Feuerwehr gut auszurüsten. Im Wandel der Zeit wurden Erneuerungen immer eingebracht, und die Feuerwehren der Gemeinde Rastorf gehörten häufig zu den Vorreitern der kleineren Feuerwehren.
 

So ist es auch noch heute, denn klein und fein ist die heutige Feuerwehr rund um den Wehrführer Bernd Penter. Zehn Mitglieder in der Ehrenabteilung, nahezu 50 fördernde Haushalte und insgesamt 23 aktive Feuerwehrkameraden/innen zählt das gerade einmal 253-Seelen-Dorf (Stand 03.01.2006).
 

Mit einem Durchschnittsalter von etwas über dreißig Jahren bei den aktiven Kameraden/innen nimmt  sich das LF8 (LöschFahrzeug) mit seinen 37 Jahren geradezu als „alter Hase“ aus. Es ist somit um einiges älter als fast die Hälfte der aktiven Kameraden.
 

Hier hat die Gemeinde Rastorf jedoch auch schon die nötigen Schritte unternommen, denn der Erweiterungsbau des Feuerwehrhauses soll einem nagelneuem TSF-W (Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser) ein Zuhause werden.
 

Nicht nur weil die Gemeinde Rastorf so stark in ihre Feuerwehr investiert hat, sondern auch so, haben sich die Mitglieder aus allen Abteilungen natürlich in die Ausführung unterschiedlichster Arbeiten bei dem Neubau und der Renovierung  eingebracht.
 

Stellvertretend soll hier ein Mitwirkender benannt sein. Unser Bürgermeister, ehemaliger Wehrführer und gebürtiger Rosenfelder Wilfried Dibbern, der für sein Heimatdorf noch einmal viele Arbeiten auf sich genommen hat, um zum einen ein funktionales Feuerwehrhaus zu erbauen und zum anderen die Kostenexplosion eines öffentlichen Gebäudes so klein als möglich zu halten.
 

Natürlich haben sich viele eine namentliche Nennung verdient, aber wer soll zuerst oder zuletzt genannt sein. Wer darf gar nicht vergessen werden, wer hat es nicht verdient? Wer mag es ermessen? Alle die beteiligt sind und waren wissen es selbst. Wichtig und gut ist es zu wissen, dass es ganz schön viele waren.
 

Ob nun die interne Bauaufsicht, die unermüdliche Koordination für die Arbeiten im Außenbereich, die Bemühungen im Innenbereich eine effektive Abfolge zu erstellen oder die ständige Bereitschaft helfende Hände anzulegen sind zu erwähnen. Genauso wie die unermüdliche Versorgungslage durch Helga Dibbern für alle, wenn Wilfried auf der Baustelle war.
 

Viel Schweiß und noch mehr Worte hat es während der Bauphasen gegeben. Aber nachweislich haben alle Beteiligten sich zum Abschluss irgendwie in der Sache wieder gefunden und etwas ganz besonderes erfahren: Nicht immer einer Meinung, aber niemals wurde im Zorn die Tür zugeworfen, darum soll die Tür des Feuerwehrhauses für jedermann zu jederzeit offen stehen.

 

Bernd Penter und Claus Berkowitz

 

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